Die Herbst-Auswahl für ruhige Abende ist seit Kurzem online. Details dazu unter Saisonales.

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Hintergrund

Wie alles begann

Von handschriftlichen Notizen über Mischungsverhältnisse zu einem Sortiment, das nach Momenten statt nach Duftfamilien sortiert ist.

Ein Regal, das nicht sortiert war

Am Anfang stand kein Geschäftsplan, sondern ein überfülltes Küchenregal. Flaschen mit ätherischen Ölen standen dort nach Herkunft geordnet: Lavendel aus der Provence neben Bergamotte aus Kalabrien, Vetiver aus Haiti neben Rosmarin vom Balkon. Die Ordnung war hübsch anzusehen, aber im Alltag wenig hilfreich. Wer abends zur Ruhe kommen wollte, musste trotzdem erst überlegen, welche drei Flaschen zusammenpassen und in welchem Verhältnis.

Diese Lücke zwischen Regal und tatsächlichem Bedarf war der Ausgangspunkt für das, was später zu Bright Protocol wurde. Statt weiterer Etiketten mit Duftfamilien entstand eine einfache Tabelle: Moment links, Kombination rechts, kurze Begründung daneben.

Porträt einer Frau in einem hellen Arbeitsraum, umgeben von Ölflaschen und Notizbüchern
Nahaufnahme von Lavendelblüten und einer Tropfflasche auf hellem Stein

Von der Küchentabelle zum System

Aus der ersten Tabelle wurden mit der Zeit feste Kategorien, aber keine, die nach Zitrus oder Holznote fragten. Stattdessen entstanden vier wiederkehrende Situationen, die sich in fast jedem Haushalt finden: der ruhige Abend, die konzentrierte Arbeitsphase, der frische Morgen und die wärmere, gemeinsame Stunde am Abend.

Jede dieser Situationen bekam eine eigene Logik. Nicht jede Mischung, die gut riecht, funktioniert auch für den gedachten Zweck. Ein Öl kann angenehm sein und trotzdem die falsche Wirkung für den Moment haben, etwa wenn eine anregende Note in eine Abendmischung gerät. Diese Beobachtung führte zu der Regel, die bis heute gilt: Zuerst der Moment, dann die Auswahl.

Heute

Grundsätze, an denen sich die Arbeit orientiert

Nachvollziehbarkeit vor Behauptung

Jede Kombination wird mit einer kurzen, konkreten Begründung versehen. Wo eine Wirkung nicht eindeutig zuzuordnen ist, wird das auch so benannt.

Verhältnis als zentrale Angabe

Nicht die Zutatenliste allein zählt, sondern das Mengenverhältnis. Es wird bei jeder Kollektion offen genannt, nicht als vage Empfehlung formuliert.

Saisonale Überarbeitung

Kombinationen werden mit den Jahreszeiten überprüft und bei Bedarf angepasst, statt dauerhaft unverändert im Sortiment zu bleiben.

Verständliche Sprache

Fachbegriffe aus der Duftkomposition werden erklärt, statt vorausgesetzt. Wer sich zum ersten Mal mit ätherischen Ölen befasst, soll den Texten trotzdem folgen können.

Überkopfansicht einer Arbeitsfläche mit mehreren Mischgläsern und einer Pipette während des Komponierens einer Duftmischung

„Eine Mischung, die niemand erklären kann, ist am Ende nur ein Zufallstreffer. Die Erklärung gehört für uns genauso zur Kollektion wie die Flasche selbst.“

Notiz aus dem internen Arbeitsheft, mittlerweile Teil jeder veröffentlichten Kollektion.

Neugierig auf die aktuelle Auswahl?

Alle Kombinationen mit Mischungsverhältnis, Anwendungshinweis und Verträglichkeitsangabe stehen auf der Kollektionsseite.